Fohlenauktion

Luhmühlen


» Allgemeine Infos zur Auktion

1.  Allgemeines
2.  Versteigerung
3.  Abrechnung und Bezahlung
4.  Beschaffenheit der Fohlen
5.  Gesundheitsstatus – keine zugesagte Beschaffenheit
6.  Haftung
7.  Abnahme und Gefahrenübergang
8.  Versicherung
9.  Änderungen, anwendbares Recht, Gerichtsstand und Salvatorische Klausel

1. Allgemeines

Die Arbeitsgemeinschaft der Pferdezuchtvereine Lüneburg Nord GbR ist Veranstalter der jährlichen Fohlenauktion am zweiten Wochenende im September in Luhmühlen. Unter der Leitung des Auktionators werden die Pferde verkauft. Der Verkäufer erkennt mit der Zulassung des Fohlens die Auktionsbedingungen an. Der Käufer erkennt diese mit der Abgabe des Gebotes an.
2. Versteigerung

Kauf am Telefon

Sollten Sie am Auktionstage nicht persönlich nach Luhmühlen kommen können, ermöglichen wir es Ihnen, am Telefon auf Ihr Fohlen zu bieten.

Gern informieren wir Sie über dieses Angebot und die erforderlichen Unterlagen. Bitte nehmen Sie rechtzeitig mit uns Kontakt auf.
Unser schriftliches Auftragsformular können Sie sich hier herunterladen

Die Auktion findet im Wege einer öffentlichen Versteigerung statt, die durch einen öffentlich bestellten und vereidigten Versteigerer verant-wortlich geleitet wird. Eintrittskarten sind für jedermann (solange der Vorrat reicht) käuflich zu erwerben.

Die zur Versteigerung kommenden Fohlen werden in der Auktionshalle mit der Mutterstute an der Hand vorgestellt. Das Ausbieten der Pferde erfolgt in Euro. Die Fohlen werden mit 2.200,00 € angeboten. Es werden nur Mehrgebote von mindestens 200,00 € angenommen.


Falls Zweifel über die Gültigkeit des Zuschlages entstehen, die sofort geltend zu machen sind, kann das Angebot wieder aufgenommen und fortgesetzt werden. Die Anmeldung von Zweifeln über die Gültigkeit des Zuschlags ist auch dann zulässig, wenn der Kaufzettel bereits unterschrieben ist, muss jedoch spätestens bis zum endgültigen Zuschlag des letzten Fohlens der Auktion erfolgen. Zweifel über die Gültigkeit des Zuschlages können nur Bieter des betreffenden Fohlens, der Auktionator oder der Veranstalter anmelden. Über die Zweifel entscheidet eine Kommission, bestehend aus dem Geschäftsführer des Veranstalters, einem Mitglied der Auswahlkommission und dem Auktionator. Die Entscheidung über die Aufhebung des Zuschlags bedarf der Einstimmigkeit. Falls der Käufer den Kaufzettel nicht unterschreibt, oder während der Auktion zu erkennen gibt, dass er das Fohlen nicht abnimmt, kann das Fohlen nach Ermessen des Auktionators nochmals versteigert werden. Der erste Käufer haftet dem Verkäufer des Fohlens für einen etwaigen Mindererlös.



3. Abrechnung und Bezahlung  

Haben Sie den Zuschlag für eines der Fohlen auf der Auktion bekommen, erhalten Sie von uns zwei Rechnungen: eine über den Zuschlagpreis und eine zweite über die anfallenden Verkaufsgebühren. Die Umsatzsteuer wird vom Zuschlagpreis erhoben und kann je nach Veranlagung des Verkäufers variieren. Im Auktionskatalog ist bei dem jeweils betroffenen Fohlen hinter dem Namen des Ausstellers der jeweilige Mehrwertsteuersatz ausgewiesen. Der Gesamtrechnungsbetrag setzt sich folgendermaßen zusammen:

  1. Rechnung:
Zuschlagpreis
+ Mehrwertsteuersatz des Verkäufers
= Rechnung Zuschlagpreis
  2. Rechnung:      8 % Gebühr auf den Zuschlag (6 % bei Barzahlung) = Nettobetrag
+ 19 % Umsatzsteuer auf die Gebühren = Rechnung Verkaufsgebühr
+ Versicherung (Zuschlag x 1,25 %)
+ 19 % Versicherungssteuer
_____________________
= Gesamtgebühr
  Zuschlagpreis + Gesamtgebühr = Abrechnungsbetrag

  3.1 Der Verkauf erfolgt zuzüglich der jeweiligen Umsatzsteuer zum Zuschlagpreis. Die Arbeitsgemeinschaft Lüneburg Nord GbR erhebt für ihre Vermittlung eine Vermittlungsgebühr, die sich nach dem Zuschlagpreis richtet, sowie Kosten und Steuern.
Die Angabe der Umsatzsteuer erfolgt durch den Verkäufer. Die AG Lüneburg-Nord GbR übernimmt keine Haftung für diese Angabe. Die AG Lüneburg-Nord GbR versichert in einer Gruppenversicherung sämtliche Fohlen und erhebt dafür 1,25 % vom Bruttopreis zuzüglich Versicherungssteuer.
  3.2 Der Rechnungsbetrag wird wie folgt berechnet: 1. Rechnungsposition: Zuschlagpreis + Mehrwertsteuersatz des Verkäufers 2. Rechnungsposition: 8 % Gebühr auf den Zuschlag (6 % bei Barzahlung) = Nettobetrag + 19 % Umsatzsteuer = Gebühr + Versicherung (Zuschlag x 1,25 %) + 19 % VST = Gesamtgebühr, Zuschlagpreis + Gesamtgebühr = Abrechnungsbetrag
  3.3 Die Bezahlung ist sofort nach Zuschlag fällig. Bei der im Auktionsbüro eingerichteten Kasse sind der Kaufpreis (Zuschlagpreis) und die Gesamtgebühr in bar oder durch bankbestätigten Scheck zu bezahlen.
  3.4 Der Veranstalter ist bei der Abwicklung behilflich und berechtigt, die Kaufpreiszahlung für den Verkäufer in Empfang zu nehmen. Der Verkäufer erteilt dem Veranstalter insoweit Inkassovollmacht.
  3.5 Die Verkäufer behalten sich Eigentumsvorbehalt gemäß § 449 BGB bis zur vollständigen Zahlung des Abrechnungsbetrages vor. Bei Annahme von Schecks bis zu deren Einlösung. Eine Schecksperrung ist nicht zulässig.

4. Beschaffenheit der Fohlen 

  4.1 Die nachfolgend aufgeführten Eigenschaften der Fohlen sind diejenigen Beschaffenheitsmerkmale im Sinne des Gesetzes, die ausschließlich Gegenstand des Erfüllungsanspruches des Käufers sind: Abstammung, Geschlecht, Alter, Farbe, gegebenenfalls Familienleistungen. Daneben zeigt der Auktionskatalog gegebenenfalls ein Bild des Fohlens mit einem Kurzkommentar. Die Kommentare geben einen ersten Eindruck des Fohlens bei Drucklegung des Kataloges wieder, ohne dass der Veranstalter oder Verkäufer eine Zusicherung hinsichtlich besonderer Fähigkeiten des Fohlens abgeben will.
  4.2 Aktuelle gesundheitliche Beeinträchtigungen und wesentliche Änderungen der Katalogbeschreibungen der Fohlen werden bei der Aktion durch den Auktionator bekannt gegeben.
  4.3 Weitere Beschaffenheitsmerkmale ermittelt der Veranstalter nicht. Solche sind nicht Vertragsgegenstand. Insofern erfolgt der Verkauf wie besehen unter Ausschluss jeder Sachmängelhaftung.

5. Gesundheitsstatus – keine zugesagte Beschaffenheit 

Außerhalb der Beschaffenheitsvereinbarung veranlasst der Veranstalter, dass alle Fohlen bereits bei den Ausstellern vor Anlieferung durch selbständige Vertragstierärzte des Hannoveraner Verbandes klinisch untersucht werden. Den Umfang der Untersuchung und die erhobenen Befunde werden durch ein Gesundheitsprotokoll dokumentiert. Das Gesundheitsprotokoll ist eine eigenverantwortliche Bewertung des jeweiligen Tierarztes zum Ausstellungsdatum. Es ist nicht Vertragszusage des Veranstalters oder des Ausstellers. Es kann im Auktionsbüro vom Kaufinteressenten eingesehen werden.

6. Haftung 

Der Aussteller übernimmt die Sachmängelhaftung für die unter Abschnitt 4 vereinbarten Beschaffenheitsmerkmale nach den gesetzlichen Vorschriften mit folgenden Einschränkungen:

  6.1 Die Nachlieferung als Nacherfüllungsanspruch wird ausgeschlossen. Die Nachbesserung wird insoweit beschränkt, als nach einem für beide Parteien verbindlichen Gutachten der Tierärztlichen Hochschule Hannover die Heilung einer Erkrankung nicht binnen sechsmonatiger Behandlungsdauer sicher zu erwarten ist.
  6.2 Der Anspruch auf Minderung wird ausgeschlossen.
  6.3 Rücktritt vom Vertrage: Bei sehr erheblichen Abweichungen von der vertraglich vereinbarten Beschaffenheit des Fohlens zum Zeitpunkt des Gefahrenüberganges haftet der Aussteller auf Rücknahme des Fohlens und Rückzahlung des Kaufpreises.
  6.4 Alle Ansprüche auf Schadensersatz werden begrenzt auf die nachfolgend abschließend aufgeführten Ansprüche: Transportkosten vom Stall des Ausstellers zum Käuferstall innerhalb Deutschlands, übliche Stall- und Futterkosten, die Kosten der tierärztlichen Untersuchung und Schmiedekosten sowie notwendige Kosten für die tierärztliche Versorgung. Für weitere Kosten und Aufwendungen, Ersatzbeschaffung sowie etwaige Vermögensschäden wird nicht gehaftet.
  6.5 Über jegliche Ansprüche aus Mängeln ist der Veranstalter zu informieren.
  6.6 Sämtliche Ansprüche aus Mängelhaftung verjähren bei Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB innerhalb von zwei Jahren nach Gefahrübergang. Bei Verkäufen an Käufer, die nicht Verbraucher im Sinne des Gesetzes sind, verjähren sämtliche Ansprüche auf Sachmängelhaftung acht Wochen ab Gefahrübergang.
  6.7 Außerhalb der vereinbarten Beschaffenheitsmerkmale haften der Veranstalter und der Aussteller nicht. Insoweit werden die Fohlen verkauft wie besichtigt unter Ausschluss jeglicher Sachmängelhaftung. Insbesondere wird keine Haftung übernommen für den Gesundheitszustand der Fohlen. Der Veranstalter und der Aussteller haften nicht für die Richtigkeit der Befunderhebungen und Bewertungen aus diesen Befunderhebungen durch die selbständigen Tierärzte.
  6.8 Von der Haftungsbeschränkung sind ausgenommen Schadenersatz-ansprüche des Käufers aus der Verletzung des Lebens, des Körpers und der Gesundheit, wenn der Verkäufer die Pflichtverletzung zu vertreten hat und die Haftung für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Verkäufers, seines gesetzlichen Vertreters oder seines Erfüllungsgehilfen beruhen.


7. Abnahme und Gefahrenübergang 

  7.1 Die Abnahme des Fohlens hat spätestens 6 Monate nach der Geburt des Fohlens bei dem Aussteller zu erfolgen. Der Übergabetermin ist zwischen Aussteller und Käufer zu vereinbaren. Eine frühere Abnahme des Fohlens durch den Käufer ist im Einvernehmen mit dem Aussteller möglich. Auf Wunsch des Käufers verpflichtet sich der Aussteller, das Fohlen bis zum 31. Oktober des Kaufjahres auf Kostenrisiko des Käufers in seiner Aufzucht und Obhut zubelassen. Hierfür ist zweckmäßigerweise eine Versicherung abzuschließen.
  7.2 Erfolgt eine Übergabe des verkauften Fohlens an den Käufer nach dem 10. Oktober, so ist für dieses Fohlen eine tierärztliche Untersuchung als Ankaufsuntersuchung durchzuführen und hierüber ein Protokoll zu erstellen. Eine röntgenologische Untersuchung erfolgt nicht.
  7.3 Erfolgt die Übergabe des verkauften Fohlens nach dem 30. Oktober des Kaufjahres an den Käufer, so ist der Veranstalter zu benachrichtigen und es muss ein Verant-wortlicher der AG Lüneburg Nord GbR zugegen sein.
  7.4 Bis zur Abnahme trägt der Aussteller das Risiko der zufälligen Verschlechterung oder des Unterganges. Ebenso trägt der Aussteller bis zu diesem Zeitpunkt alle Unterhaltskosten, einschließlich Schmied und Tierarzt.

8. Versicherung 

  8.1 Alle zur Versteigerung kommenden Fohlen sind versichert bei der:

Vereinigte Tierversicherung Gesellschaft a.G.
Niedersachsenring 13
30163 Hannover

  8.2 Für 1,25% vom Zuschlagpreis +19% Versicherungssteuer erstreckt sich der Versicherungsschutz bis zum 30.10. des Jahres nach der Versteigerung, mindestens jedoch bis zum Ende des 6. Lebensmonat, mit folgenden Leistungen:
- 80 % Entschädigung bei Tod oder Nottötung durch Krankheit oder Unfall
- 80 % Entschädigung bei dauernder Unbrauchbarkeit.
Für Gewährleistungsmängel besteht keine Haftung. Die Versicherung wird unmittelbar mit der oben genannten Versicherung abgeschlossen. Die Abrechnung erfolgt mit der Auktionsabrechnung. Vertragsgrundlage sind die AVB TLP 01/2008 der VTV.
  8.3 Mitversichert ist jeder Transport innerhalb der Versicherungszeit bis zum Käuferstall. Als Versicherungssummen gilt der Zuschlagpreis. Die Versicherungssumme beträgt jedoch maximal 15.000,00 €. Eine Anschlussversicherung kann auf eigene Kosten im Auktionsbüro bei einem Vertreter des Versicherers oder innerhalb von sechs Wochen abgeschlossen werden. Eine Wartezeit entfällt.

9. Änderungen, anwendbares Recht, Gerichtsstand und Salvatorische Klausel 

  9.1 Der Auktionator und der Veranstalter behalten sich Änderungen des Ablaufs der Veranstaltung vor.
  9.2 Für die Auktion gilt deutsches Recht in Form der Spezialnormen dieser Auktionsbedingungen. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Lüneburg.
  9.3 Sollten einzelne Regelungen oder Teile derselben unwirksam sein oder werden, so wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Regelungen nicht berührt. Anstelle der unwirksamen Regelung soll eine Regelung treten, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Regelung am nächsten kommt.